CD-Labor für Gentechnisch Veränderte Milchsäurebakterien

Ziel des CD-Labors für Gentechnisch Veränderte Milchsäurebakterien ist es, eine Wissensbasis zu schaffen, die ein rationales und effizientes genetisches Engineering industriell genutzter Milchsäurebakterien ermöglicht.

Genom-und Plasmidsequenzierung

Das erste Ziel dieses Projektes war die Aufklärung der Genomsequenz eines Lactobacillus buchneri-Stammes. Nächste Schritte waren RNA-Seq um mehr über Transkriptionsstarts und kurze Transkripte zu erfahren. Als nächstes sollen Microarrayanalysen durchgeführt werden um mehr über die Pathways zu erfahren, die während der verschiedenen Phasen einer Silage aktiviert werden.

Um neue “Origins of Replication” zur Konstruktion von Expressions- und Integrationsvektoren zu bekommen wurden verschiedene Laktobazillen-Plasmide sequenziert und zur heterologen Expression unterschiedlicher Hydrolasen verwendet.

Optimierung der Transformation von Milchsäurebakterien

Elektrotransformation zählt zu den am häufigsten verwendeten Methoden um DNA in bakterielle Wirtszellen einzubringen. Ziel dieses Projektes war es, optimierte Elektroporationsprotokolle für unsere Lactobacillus und Enterococcus-Stämme bereitzustellen.

Charakterisierung konstitutiver Promotoren für LAB

Da für bestimmte Anwendungen konstitutive Promotoren besser geeignet sind als induzierbare, arbeiten wir gerade an einer Charakterisierung verschiedener homologer und heterologer Promotoren für die Genexpression in L. plantarum und L. buchneri.

Identifizierung induzierbarer Promotoren

Ziel dieses Projekts war die Identifizierung und Charakterisierung von regulatorischen DNA-Elementen durch Analyse der Expression eines Reportergenes.

Expression von Zellulasen und Phytase/Genomintegration

Ziel dises Projektes ist es, Milchsäurebakterien dahingehend zu verbessern, daß sie in der Lage sind, Zellulose, Hemizellulose oder Phytinsäure in einer Silageumgebung abzubauen, und dadurch die Qualität, Stabilität und Verdaulichkeit der Silage zu verbessern.

Enzyme Engineering (MODUL 2)

Enzyme, die in der Lage sind Cellulose abzubauen, kommen in Bakterien und Pilzen relativ häufig vor. Leider zeigen die meisten von ihnen aber unter den harschen Bedingungen, die in einer Silage vorherrschen, keine Enzymaktivität, da sie deutlich abweichende pH- und Temperaturoptima aufweisen. Ziel dieses Projektes ist es daher, passende Endo- und Exoglucanasen zu isolieren, zu charakterisieren und schließlich dahingehend zu modifizieren, daß Celluloseabbau bei 20°C und einem pH-Wert zwischen 4 und 6 möglich wird.

MODUL 2 befindet sich an der Technischen Universität Graz, Institut für Molekulare Biotechnologie